Erzähl doch mal ...

 

Auf meiner virtuellen Couch sitzt eine begeisterte Motorradbraut. ;-) (Sagt man das überhaupt noch so?) Sie liebt ihr Motorrad, ihre Katzen, tanzt gerne mit dem Wolf zu fetziger Musik ;-) und jagt den Soundtracks ihres Lebens hinterher. Und sie lebt im schönen Wien (ich mag Österreich sehr gern - habe ich das schon mal erwähnt? Nee, ich glaube nicht. :-D)

 

Auf meiner virtuellen Couch (mit Kaffee und Kuchen) sitzt heute meine liebe Autorenkollegin Melanie Huemer.

 

Danke für die Einladung und die Möglichkeit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern :)

 

Bitte, sehr gern. :-) Ich freue mich, dass du da bist.

Stell dich doch mal kurz vor:

 

Ich wurde anno 1983 in Linz geboren, mittlerweile wohne ich seit 7 Jahren im schönen Wien. Hauptberuflich bin ich derzeit noch als Biomedizinische Analytikerin tätig (genauso, wie meine Protagonistin Miriam – Zufall? ;) )

 

Nächstes Jahr möchte ich mich verändern und endlich verwirklichen. Ich strebe die Freiberuflichkeit an, als Autorin und Texterin. Das wird eine große Herausforderung, auf die ich mich schon mächtig freue.

 

Meine Freizeit verbringe ich bei Schönwetter gern im Sattel meines Motorrades. Ansonsten bin ich noch Vollzeitkatzenmutter von zwei schwarzen Stubentigern, tanze gern und mag richtig gute Gespräche bei einem Kaffee oder Bierchen. Ich liebe Serien und habe einen Hang zu allem, was düster ist. Außerdem bin ich Musikjunkie und immer auf der Jagd nach dem Soundtrack meines Lebens.

 

 

Was hast du bisher veröffentlicht?

 

 

2016 habe ich bei Forever mein Debüt »Schattengleichnis – Vampire lieben düster« als Ebook veröffentlicht. 2017 folgte das Taschenbuch bei Book on Demand. Mein zweiter Roman »Breathe Again« steht in den Startlöchern und wird noch rechtzeitig zu Weihnachten erscheinen. Momentan arbeite ich mit zwei befreundeten Autoren, Daniela Steinböck und Tom Ehrenberger, an einer Kurzgeschichtenchallenge namens »Short Stories – ready to play?«.

 

Liebe oder Rache? Wie entscheidest du dich?

Miriam Winter, ihres Zeichens zynische Singlefrau, führt ein ziemlich ereignisloses Leben - bis sie sich in den Vampir Darius verliebt. Schlagartig verändert sich alles, denn Darius ist kein weichgespülter Kuschelvampir, sondern ein waschechter Blutsauger. 
Je näher sich die beiden kommen, desto tiefer trudelt Miriam in die mysteriöse und gefährliche Welt, die eigentlich nicht die ihre ist. Als sie schließlich Darius bösem Zwillingsbruder Aureus in die Hände fällt, verliert sie beinahe ihr Leben.
Als letzte Rettung verwandelt Darius Miriam in ein Vampirhalbblut. 
Aureus strebt eine grausame Alleinherrschaft der Vampire an. 
Außerdem hat er ebenfalls ein Auge auf Miriam geworfen. 
Kann Miriam dem mächtigen Vampir entkommen und seine Pläne durchkreuzen?

Link zum Buch.

 

 

Genre/Zielgruppe:

 

 

Ich habe eine starke Abneigung gegen Schubladen. Auch wenn es marketingtechnisch eine Katastrophe ist, kann ich mich nicht wirklich festlegen. Es gibt für mich nicht DAS eine Genre. Ich schreibe aus dem Bauch heraus, die Ideen finden mich und wollen von mir geschrieben werden. Da kann ich doch nicht einfach sagen: »Nein, liebe Idee, tut mir leid, aber du passt nicht in mein Genre.« Als Vampirroman ist »Schattengleichnis« natürlich Fantasy. »Breathe Again« würde ich jetzt eher als spirituelle Erzählung einordnen. Was als nächstes kommt? Keine Ahnung, vielleicht ein Krimi ;)

 

Meine Zielgruppe sind ganz klar Frauen ab 30. In diesem Alter hat man meist schon die nötige Portion Lebenserfahrung, um die Inhalte meiner Bücher und die Motivation meiner Protagonisten richtig zu erfassen. Allerdings hat auch schon der ein oder andere Mann begeistert seine Nase in »Schattengleichnis« gesteckt. Tendenziell sind es wohl eher meine Geschlechtsgenossinnen, die sich an meinen Büchern erfreuen.

 

 

Woher holst du deine Ideen? Inspiriert dich etwas ganz besonders?

 

 

Irgendwann habe ich mal den Satz gelesen: »Schreib über das, was dir vertraut ist.« Und dieser hat sich tatsächlich bewährt. Mein Leben ist randvoll mit Inspiration. In »Schattengleichnis« habe ich eine schwierige Liebesbeziehung verarbeitet, in »Breathe Again« meine Depression. Es ist meine Art, Gefühle zu kanalisieren und wenn ich damit andere Menschen berühren und vielleicht sogar motivieren kann, dann habe ich mein Ziel erreicht. Ich schreibe fürs Herz und für die Seele und genau so sollte man meine Geschichten auch lesen.

 

 

Gibt es eine literarische Grenze, worüber du niemals schreiben würdest?

 

 

»Sag niemals nie!« heißt es doch so schön ;)
Aber im Ernst: Womit ich schreibtechnisch hadere, sind erotische Szenen. Entweder klingen sie aus meiner Feder viel zu schmalzbeladen oder gar wie handfeste Pornographie. Beides passt für mich nicht, deswegen kommen meine Geschichten gänzlich ohne detaillierte Sexszenen aus ;)

 

 

Was machst du gegen Schreibblockaden?

 

 

Ich ignoriere sie und schreibe einfach weiter ;) Solange, bis sie sich von selbst wieder auflösen. Keine Gnade der Schreibblockade – huch, das reimt sich!

 

 

Könntest du dir vorstellen, etwas anderes zu machen - außer Bücher zu schreiben? Wenn ja, was?

 

 

Wenn ich keine Bücher schreibe, dann sind es eben Kurzgeschichten oder Gedichte, Blogartikel und Auftragstexte. Alles ist auf seine eigene Art kreativ und solang ich das richtige Gefühl dabei habe, müssen es nicht zwingend dicke Wälzer sein. Aber das Schreiben gänzlich aufzugeben kann ich mir gar nicht vorstellen.

 

 

Wie gehst du mit Kritik um?

 

 

Mittlerweile sehr gelassen. Kreativität und Kunst sind individuell und Geschmäcker sind verschieden. Es wird immer jemanden geben, dem meine Schreibe nicht gefällt. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass jeder Autor seine Leser findet, wenn er sich nicht durch kurzfristige Rückschläge entmutigen lässt. Dazu gehören eine große Portion Geduld und Durchhaltevermögen, ein solider Umgang mit Selbstzweifeln und viel Reflexion. Zusätzlich der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln und dazuzulernen. Der Weg eines Autors ist selten einfach - ihn zu gehen ist keine Entscheidung, sondern eine Berufung. 

 

 

Dir stehen drei Dinge zur Verfügung, die du auf eine einsame Insel mitnehmen könntest. Was wählst du?

 

A: Eine intakte Schreibmaschine und ganz viel Papier, um Dein nächstes Werk zu schreiben. 

 

B: Ein gutes Buch

 

C: Einen schnuckligen Mann

 

 

Den Mann :D

 

 

Wenn du die Chance hättest, in die Zeit zurückzureisen, würdest du es tun, um etwas in deinem Leben zu ändern?

 

Früher hätte ich sofort laut »Ja, wann geht’s los!« gerufen.
Mittlerweile ist es ein klares »Nein«. Ich bin mit meinen Entscheidungen, meinen Krisen und meinem Leben soweit im Reinen, dass ich nichts mehr daran herumschrauben möchte. Alles hatte, rückblickend betrachtet, einen tieferen Sinn. Jede Erfahrung war unendlich wertvoll, so schmerzvoll sie vielleicht auch gewesen sein mag. Das ist es doch was uns Menschen prägt. Daran wachsen wir.
Außerdem, worüber sollte ich sonst schreiben? ;)

 

 

Hast du – außer Schreiben - noch eine andere Leidenschaft?

 

Seit letztem Jahr nenne ich einen Motorradführerschein mein Eigen. Ich liebe mein Baby, eine Kawasaki Vulcan S, über alles. Sie ist mein Lehrmeister, sie zentriert mich, schenkt mir ein immenses Gefühl von Freiheit und stellt mich immer wieder vor neue Herausforderungen. Motorradfahren ist eine ganz eigene Form von Selbsttherapie, die noch dazu eine Menge Spaß macht!

 

 

Was magst du an anderen Menschen überhaupt nicht?

 

Unachtsamkeit und Opferdasein.

 

Was bewunderst du an anderen Menschen?

 

Wenn jemand mit allen Konsequenzen seinen Weg geht und es schafft dabei locker, entspannt und glücklich zu sein.

 

Hast du ein Lebensmotto?

 

»Du stirbst. Beginne zu leben«
Das ist ein Zitat aus »Seelengevögelt« vom wunderbaren Coach Veit Lindau. Niemand kann vorhersagen, wie viel Zeit uns tatsächlich beschieden ist.  Deswegen versuche ich jeden einzelnen Tag voll zu nützen, stelle mich konsequent meinen Ängsten und dehne meine Komfortzone in alle Richtungen. Denn das, wovor wir uns am meisten fürchten, birgt das größte Entwicklungspotential – und letztendlich das Gefühl von Glückseligkeit :)

 

Was ist dein nächstes Projekt?

 

Die nächsten Monate werde ich vollends damit beschäftigt sein, meinen Weg in die Freiberuflichkeit zu gehen. Da wird das kreative Schreiben vermutlich etwas zu kurz kommen. Aber wer weiß, was das Leben bringt ;)

 

Zum Abschluss verrate uns, wo du noch zu finden bist:

 

Jeder neue Like/Follower auf Fb oder Twitter ist herzlich willkommen:
https://www.facebook.com/MelanieHuemerAutorin/
https://twitter.com/MHAutorin

 

Mein Blog, mehr meine persönliche Spielwiese, freut sich auch über Leser ;)
https://serienbitch.wordpress.com/

 

Die oben erwähnte Kurzgeschichtenchallenge findet ihr auf:
http://www.dsteinboeck.at/blog

 

 

 

Vielen lieben Dank, dass du dich so geduldig meinen Fragen gestellt hast, liebe Melanie. Unser Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht. :-)

Nächste Woche sitzt eine waschechte Krimilady auf meiner Couch. Mal sehen, was sie mir so zu erzählen hat.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute, ihr lieben Leseratten.

 

Eure Lina

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