Erzähl doch mal ...

... liebe Julia Rogasch.

 

Kennt ihr diesen Moment, wenn jeder Witze erzählt, ihr eigentlich viele Witze kennt, aber euch gerade keiner davon einfällt?

Oder wenn ihr einen Witz zu Ende erzählen möchtet, aber nicht aufhören könnt, zu lachen? Und wenn ihr endlich mit dem Lachen fertig seid, hat keiner eurer Freunde den Witz kapiert ...  :-D

Was das mit Julia und dem Interview zu tun hat?

Eigentlich nicht viel. *g*

Wer jedoch meine vergangenen Interviews gelesen hat, weiß, dass ich die "Interview-Einleitungen" immer mit einer Prise Humor aufgepimpt habe. Ich bin am Überlegen, das wieder einzuführen. Nur dieses Mal fiel mir nichts Spontanes ein, um euch, meine lieben Leseratten, zu erheitern. ;-)

Aber nun habe ich genug Quatsch gemacht. :-)

 

Auf meiner virtuellen Couch (bei Kaffee und Kuchen) sitzt heute meine liebe Autorenkollegin Julia Rogasch.

 

Stell dich doch mal kurz vor:

 

Ich bin 1983 in Hannover geboren und immer gerne dort geblieben. Ich liebe die Stadt und vor allem die Nähe zu meiner Familie, die ich niemals freiwillig aufgeben würde. Ich habe zwei wundervolle Töchter, um die sich mein Leben hauptsächlich dreht und die mir, mit meiner lieben Familie zusammen, alles bedeuten.
Schon seit über zehn Jahren träume ich heimlich vom ersten Buch.
Dass mein Traum wahr geworden ist im letzten Jahr, freut mich jeden Tag aufs Neue!

Freude bereitet mir, mit meinen Kindern draußen zu sein, das Spielen mit ihnen, lange Spaziergänge bei jedem Wetter, Lesen, Stöbern im Internet über alles zum Thema „Autoren“, Schreiben, usw. . Außerdem gehe ich leidenschaftlich gerne Essen und fotografiere meine Lieben ständig und immerzu.
Bis vor einiger Zeit bin ich immer gerne bei meinem Pferd gewesen, das leider in diesem Sommer über die Regenbogenbrücke gegangen ist und von dem ich mich damit nach 16 gemeinsamen Jahren verabschieden musste.

Und Schreiben, Schreiben, Schreiben…

Mein Job macht mir viel Spaß- im Marketing eines Autohauses im Home Office habe ich mir den Wunsch von Familie & kreativer Arbeit in Kombination ermöglicht.

Auf jeden Fall bin ich ein Mensch, der fantastisch über sich selbst lachen kann. Dankenswerterweise gebe ich mir auch viele Anlässe, das lockert mir selbst so manchen Tag angenehm auf.

 

Was hast du bisher veröffentlicht?

 

Bisher nur meinen Debütroman "Honigmilchtage" (August 2016)

 

 

 

Ist man wirklich seines Glückes Schmied? Carla ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben, aber ihr Job als Außendienstlerin ist wenig erfüllend. Und was soll sie auch sonst tun? Kündigen und den Sprung ins Ungewisse wagen? Immerhin läuft es mit ihrem Mann Julius sehr gut. Auch wenn die beiden wegen der Jobs eigentlich viel zu wenig Zeit füreinander haben, sind sie glücklich miteinander. Doch dann verliert sie ihren Job und alles gerät plötzlich gehörig aus den Fugen. Carla fragt sich was Glück eigentlich bedeutet.

 

Dein aktuelles Buch:

 

 

"Honigmilchtage. Ein Nordseeroman." Erschienen ist mein Debütroman im August 2016 bei Forever by Ullstein.
Und es wird ganz bald etwas Neues von mir geben- bisher kann ich aber noch nichts verraten 😉

 

 

Genre/Zielgruppe:

 

 

Frauenroman, Große Gefühle, Liebesroman

 

 

 

Woher holst du deine Ideen? Inspiriert dich etwas ganz besonders?

 

Besonders inspirierend sind für mich Spaziergänge und Gespräche mit meiner Familie.
Unsere Gespräche und ein achtsamer Blick auf das Leben jeden Tag, manchmal der ganz normale Alltagswahnsinn, inspirieren mich immer wieder aufs Neue.
Inspiration kann der morgendliche Weg zur Schule meiner Tochter sein, der Waldspaziergang oder ein Urlaub auf Sylt, meinem Lieblingsort.
Sehr lange schon träume ich davon, „mein Buch“ zu schreiben. Mit jedem Buch, was ich las, wuchs dieser Traum, dem Leser selbst ein Lächeln und ein glückliches Lesegefühl zu vermitteln. Ich liebe einfach diese Art von Büchern, die ein „Wohlfühlen“ und „Hineinempfinden“ hervorrufen und ich habe mir immer gewünscht, dass ein Leser einmal sowas ähnliches fühlt, wenn er meine Texte liest.
Das Lesen solcher Bücher ist somit auch eine große Inspirationsquelle für mich und legt oft den Grundstein für neue Geschichten in meinem Kopf.

Die Idee zu der Geschichte in "Honigmilchtage" kam mir, weil ich von vielen Menschen immer wieder hörte, dass sie im Job nicht zufrieden seien, dass sonst ja eigentlich alles ganz ok wäre, aber es sich nicht so richtig perfekt anfühlt. Daraus entstand die Idee um Carlas Weg zum Glück.

 

Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf deine Romane?

 

Ich denke, es ist in vielen Fällen so, dass der Autor eigene Erfahrungen mit einfließen lässt und seinen eigenen Alltag und seine Einstellung und Erfahrung zu vielen Dingen nicht ganz außen vor lassen kann beim Schreiben.

Auch „Honigmilchtage“ zauberte so manchem Leser aus meinem direkten Umfeld ein wissendes Lächeln ins Gesicht, weil er oder sie sich erkannt hatte oder aber mich darin wiederfand.

Es ist aber nicht so, dass die Geschichte aus dem eigenen Alltag übertragen wurde, vielmehr sind es die Einstellungen und Haltungen zum persönlichen Glück und eigene Werte, die ich habe mit einfließen lassen
Mein aktuelles Projekt geht da in eine andere Richtung und es kommen weniger Themen darin vor, die persönlichen Bezug zu mir haben. 😉

 

Was war dein größtes Projekt?

 

Mein allererstes Manuskript fertigzustellen und zur Veröffentlichung zu bringen war mein größtes Projekt bisher. Öffentlich zu sagen: Ich bin Autorin – ein großartiges Herzensprojekt. Es fordert mich aber auch täglich, manchmal über meinen eigenen Schatten zu springen.

 

Gibt es eine literarische Grenze, worüber du niemals schreiben würdest?

 

Ich könnte nie im Bereich Thriller schreiben. Dann schlafe ich wochenlang schlecht bis gar nicht und werde fürchterlich schreckhaft. Womöglich würde ich mir selber damit Angst einjagen.
Ebenso ist ein Erotikroman für mich undenkbar.

 

Hast du ein Lieblingsbuch von dir selbst? Wenn ja, welches?

 

"Honigmilchtage." … Und jetzt auch mein aktuelles Projekt…dazu schon ganz bald mehr! 😊

 

Was machst du gegen Schreibblockaden?

 

Ich gehe Spazieren, verbringe Zeit mit meinen Kindern und lasse mich mit Ihnen durch den Tag treiben - danach fließen die Worte garantiert. Und Musik zu hören, am besten in Kombination mit Autofahren, wirkt bei mir hervorragend gegen Schreibblockaden.
Manchmal lese ich dann auch Bücher wunderbarer Kolleginnen, das hilft mir auch häufig über Schreibblockaden hinweg.

 

Schreibst du noch in einem anderen Genre?

 

Bisher schreibe ich ausschließlich im Bereich der Frauenunterhaltung.
Liebesromane, Romane über die Freundschaft und die Suche nach dem persönlichen Glück.
Das schreibe und lese ich gerne und da fühle ich mich total wohl und angekommen.

 

Könntest du dir vorstellen, etwas anderes zu machen - außer Bücher zu schreiben? Wenn ja, was?

 

Ich kann mir vieles vorstellen. Kreativ zu sein macht mir viel Freude, das können neben den Texten auch Fotos sein.

Mit meinem Job im Marketing habe ich da aber schon einen tollen Weg gefunden, Kreativität mit der Arbeit zu verbinden.

Ich würde gerne noch viel mehr Fotografieren, könnte meinen Tag auch, ohne dass ich etwas vermissen würde, komplett mit meinen Kindern verbringen. Das erfüllt mich total.

Ich arbeite ehrenamtlich in einer Schülerbücherei und das ist etwas, was ich mir auch sehr gut vorstellen könnte. Eine Bücherei zu führen voller schöner Herzensbücher mit begeisterten Kinderaugen um mich herum, die mir von den gelesenen Geschichten erzählen möchten, muss wunderbar sein.

Aber mittlerweile kann ich mir nicht mehr vorstellen, neben allem, was ich tue, parallel keine Bücher zu schreiben.

 

Wie gehst du mit Kritik um?

 

Kritik ist mir sehr wichtig und ich bin dankbar dafür, wenn jemand sich dafür Zeit nimmt.
Es ist aber dennoch nicht immer so, dass ich sofort gut damit umgehen kann.

Es war unheimlich aufregend für mich, mein „Buch-Baby“ plötzlich der Öffentlichkeit zu stellen und es war schon erstmal ein mulmiges Gefühl, wenn sich jemand kritisch äußerte.
Das ist aber etwas, woran ich wachsen möchte als Autorin und auch persönlich. Nur so werde ich auf meine Schwächen aufmerksam, die mir selbst beim Schreiben nicht immer bewusst sind.

Kann ich die Kritik nachvollziehen, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, kann ich gut damit umgehen.

Ist die Kritik für mich absolut nicht nachvollziehbar, auch wenn ich mich persönlich zurücknehme, fällt es mir deutlich schwerer.

Auch, wenn Inhalte oder Textstellen, die mir sehr am Herzen liegen und bei denen ich mich selbst beim Schreiben mit einem Lächeln im Gesicht vor Augen habe, vom Leser kritisiert werden, trifft es mich schon manchmal mehr, als mir lieb ist.

 

Hier noch ein paar persönliche Sachen, denn wir sind sehr neugierig. ;-)

 

Dir stehen drei Dinge zur Verfügung, die du auf eine einsame Insel mitnehmen könntest. Was wählst du?

 

A: Eine intakte Schreibmaschine und ganz viel Papier, um dein nächstes Werk zu schreiben. 

 

B: Ein gutes Buch

 

C: Einen schnuckligen Mann

 

 

A 😊

 

Wenn du die Chance hättest, in die Zeit zurückzureisen, würdest du es tun, um etwas in deinem Leben zu ändern?

 

Zurückzureisen wäre sehr spannend, aber nicht, um etwas zu ändern. Da bin ich, bis auf Kleinigkeiten absolut mit mir im Reinen. Ich würde alles genauso machen und nichts ändern- vieles würde ich nur viel intensiver genießen: meine Kindheit, die Zeit mit meinen Großeltern, die nicht mehr leben.
Ich würde noch mehr jeden einzelnen Moment leben und bewusst wahrnehmen wollen. Dabei immer alle lieben Menschen viel öfter in den Arm nehmen und ihnen sagen, wie schön es ist, dass es sie gibt.

 

 

Hast du – außer Schreiben - noch eine andere Leidenschaft?

 

 

Das Fotografieren.
Meine größte Leidenschaft aber ist meine Familie mit allem, was dazugehört.

 

 

Was magst du an anderen Menschen überhaupt nicht?

 

 

Unehrlichkeit, Überheblichkeit und Ungerechtigkeit.

 

Was bewunderst du an anderen Menschen?

 

 

Ehrlichkeit und Authentizität.
Besonnenheit und innere Ruhe bewundere ich absolut. Von jemandem zu sagen, dass er oder sie "in sich ruht" ist eins meiner größten Komplimente an einen anderen Menschen. Das erkenne ich manchmal bei Menschen, die es nicht verlernt haben, achtsam zu sein und im Moment zu leben, ihn zu "er"leben. Wenn jemandem das in der hektischen Welt gelingt, erntet er meine volle Bewunderung.

 

 

Hast du ein Lebensmotto?

 

 

If you can dream it, you can do it.

 

 

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

 

 

Gesundheit für all' meine Lieben.

 

 

Was ist dein nächstes Projekt?

 

 

Das ist gerade so brandaktuell, dass ich noch gar nicht so recht was dazu sagen kann.
In meinem neusten Projekt geht es auch um die Suche nach dem persönlichen Glück. Die Liebe und die Freundschaft spielen hier jedoch eine noch viel größere Rolle als in meinem Debütroman.
Und ich bin schon unglaublich aufgeregt, bald mehr zu erzählen.

 

 

Zum Abschluss verrate uns, wo du noch zu finden bist:

 

 

Facebook:
https://www.facebook.com/juliarogaschautorin/

 

 

 

Instagram:

 

https://www.instagram.com/juliarogasch/

 

 

 

Twitter:

 

https://twitter.com/rogaschjulia

 

 

Website:

 

https://julia-rogasch.com/

 

 

 

Lovelybooks:

 

https://www.lovelybooks.de/autor/Julia-Rogasch/

 

Vielen lieben Dank, Julia, dass du mein Gast warst und du meine Fragen so geduldig beantwortet hast. :-) Ich habe mich sehr gefreut. Danke schön. :-) Wer nächsten Mittwoch auf meiner Couch sitzt? Ich gebe euch einen Tipp: Der Name der Autorin fängt mit C an und sie mag Katzen. (Sehr aufschlussreich, nicht?) :-D

 

Ich wünsche euch alles Gute.

 

Eure Lina