Darf ich vorstellen: Luke, mein aktueller Protagonist. :-)

Hallo meine Lieben.

Momentan arbeite ich wie wild an meinem neuen Buchbaby. (34.000 Wörtchen sind es bereits)

 

Heute möchte ich euch Luke vorstellen, der gern nach außen den Grobian heraushängen lässt, sein Herz ist dennoch riesengroß (vor allem für Ami).
Er ist Colonel bei den "Black Watch" und mit einem Trauma behaftet.

Fotos:Pixabay

Für die ganz Neugierigen unter euch gibt es noch ein kleines Texthäppchen. :-) (unlektoriert) Fehler dürft ihr wie immer behalten. *lach*

Demnächst stelle ich euch noch Ami vor.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit. :-)

 

Eure Lina

 

Nur noch wenige Minuten, dann ging es nach unten. In meinen Venen schien Lava zu fließen, als ich die Riemen meines Fallschirms ein weiteres Mal kontrollierte. Wie immer glich mein Puls wilden Trommelschlägen, wenn ich die geschlossene Rampe betrachtete. Diesmal spürte ich jedoch einen schmerzhaften Knoten in meiner Magengegend. Eigentlich hatte ich das längst hinter mir, denn es war nicht mein erster Absprung über Feindgebiet.

 

Die Boeing C 17 machte einen ruckartigen, leichten Schlenker nach rechts. Ich umklammerte die Halteschlaufe fester.

 

„Wir haben leichte Turbulenzen über Nad-e-Ali, Colonel Adams“, hörte ich die Stimme des Piloten in meinem Headset.

 

„Roger“, sagte ich und drehte mich zu meinen Männern um, die mich erwartungsvoll ansahen. In einigen Gesichtern erkannte ich auch Angst. Man brauchte verdammt dicke Eier in der Hose, wenn man sich mitten ins feindliche Gebiet wagte. Zwanzig Soldaten begleiteten mich auf dieser frühmorgendlichen Höllenmission. Wer von ihnen letztlich lebend zurückkehrte, stand auf einem anderen Blatt. Es waren gute Männer, die Besten, die es bei der Black Watch Einheit gab. Für die tödlichen Missionen waren wir ausgebildet worden. Wir waren die vorderste Front, wir machten den Weg frei, wir sorgten dafür, dass unsere Kameraden nachrücken konnten, wir wühlten im Dreck der Taliban.

Text@Lina Jacobs